Gewerbeansiedlung
Höhere Gewerbesteuereinnahmen
Eine Kommune kann nur eine sehr eingeschränkte Anzahl von Steuern erheben.
Die Gewerbesteuer gehört dabei zu den lukrativsten.
Wie entscheidend die Gewerbesteuereinnahmen für eine Gemeinde sein können, illustriert das Beispiel Kronshagen deutlich: die Steuereinnahmen z. B. von der Deutschen Telekom ließen die Kassen sprudeln. Im Vergleich dazu sind unsere Einnahmen gering. Daher besteht schon länger die Überlegung, wie und wo in Altenholz Gewerbe angesiedelt werden kann.
Welche Kriterien beeinflussen die Gewerbeansiedlung?
Damit ein Gewerbe erwägt, ob es sich in einem bestimmten Gebiet ansiedeln will oder kann, beurteilt es die Vor- und Nachteile anhand der folgenden Kriterien:
- Nähe zum Absatzmarkt
- Verkehrsanbindung
- Kosten der benötigten Fläche
- Energieversorgung und deren Kosten
- Ansiedlungsbeschränkungen und andere Bedingungen der betroffenen Gemeinde
- Verfügbarkeit von Arbeitskräften
- Nähe zu Zuliefern
Die Erzeugung erneuerbarer Energie durch Photovoltaik und Windkraft in Altenholz kann daher für energieintensive und/oder klimabewusste Unternehmen ein gewichtiges Ansiedlungsargument darstellen.
Damit würde sich die Gemeinde Altenholz eine zusätzliche Einnahmequelle, nämlich erhöhte Gewerbesteuereinnahmen, erschließen.
Gegenwärtig ist die Planung des Quadranten 4 des Interkommunalen Gewerbegebiets (Altenholz, Dänischenhagen, Kiel) in Gange. Dafür werden Kosten und (spätere) Einnahmen jeweils gedrittelt. Das reduziert unser Risiko, aber natürlich auch unsere Einnahmen und - vor allem - unseren Einfluss auf die Ansiedlung des Gewerbes. Da sind die Ziele der beteiligten Kommunen nicht immer deckungsgleich.
Interessant ist, dass keine Gasversorgung für das Gebiet geplant ist. Also müssen die Betriebe ihre Wärme- und Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen speisen.
